Schachtelhalm

Für viele Hobbygärtner ist er ein Fluch, für unsere Gesundheit ein wahrer Segen: der Ackerschachtelhalm, Equisetum arvense, auch als Schachtelhalm bekannt. Als Nachfahre von Pflanzen, die in prähistorischen Zeiten baumhoch wuchsen, steckt die heutige Zwergpflanze noch voller Kraft.

Vor allem Frauen sollten sich dieses Kraut zunutze machen. Die Pflanze hat eine Menge gesunder Komponenten zu bieten und kann als Heilpflanze verschiedene Beschwerden bekämpfen und zur Vorbeugung eingesetzt werden. Es wird viel in der Traditionellen Chinesischen Medizin, im Ayurveda und in anderen alternativen Heilverfahren verwendet.

Anwendungen und Wirkungen

In der Vergangenheit wurde Schachtelhalm häufig zur Reinigung von Zinn verwendet, da die Kieselsäure in Form von Kristallen in der Pflanze eingebettet ist. Dadurch erhielt sie den weit verbreiteten Namen Schachtelhalm. Der "Wasserarzt" Sebastian Kneipp entdeckte ihn als Heilpflanze wieder und setzte ihn zur besseren Wundheilung und gegen Rheuma und Gicht ein.

Kieselerde oder Kieselsäure (Silicium), ein weißlich körniges Mineral, kommt überall auf und in der Erde vor. Es ist eine festigende Komponente vom Gestein bis zu den Zellwänden von Pflanzen.

Die Menschen brauchen Siliciumdioxid zum Bauen:

        • Bindegewebe
        • Sehnen
        • Haut und Haare
        • Neben den harten Substanzen wie Knochen, Zähne und Nägel

Der hohe Kieselsäuregehalt macht Schachtelhalm für Frauen mittleren und höheren Alters sehr wertvoll. Frauen mit schwachen Bindegewebs- und/oder Venenproblemen finden im Schachtelhalm-Tee einen natürlichen Helfer. Er stärkt auch ihre Knochen und fördert die Elastizität ihrer Haut.

Medizinische Eigenschaften

Schachtelhalmextrakt ist ein wahres Multitalent in Gesundheitsfragen. Sein Konzentrat und sein Extrakt stehen gebrauchsfertig zur Verfügung.

Heilende Wirkungen

        • Diuretikum,
        • Entwässerung
        • Belebend für das Bindegewebe
        • Förderung des Haar- und Nagelwachstums
        • Unterstützung der Wundheilung
        • Anregung des Stoffwechsels

Anwendungsbereiche

        • Entzündung der Harnwege
        • Nierensteine
        • Wasseransammlungen im Gewebe (Ödeme) nach Verletzungen
        • Schlecht heilende Wunden
        • Rheuma
        • Gicht
        • Spröde Fingernägel
        • Haarausfall

Wissenschaftliche Studien haben die harntreibende und harnableitende Wirkung von Schachtelhalm bestätigt. Aufgrund der empirischen Medizin sind weitere Wirkungen und daraus resultierende Anwendungsgebiete bekannt.

Die adstringierenden und straffenden Inhaltsstoffe des Schachtelhalms helfen bei Blasenschwäche, häufigem Wasserlassen, Blasenkrämpfen und Inkontinenz. Bei Erkrankungen der Harnwege wirkt er kräftigend und beruhigend, lindert Reizungen und Harnwegsinfektionen und fördert die Harnausscheidung.

Schachtelhalm-Tee wird als Gurgel- oder Mundspülung bei Mandelentzündung, Gingivitis und Atrophie (Parodontose) empfohlen. Bei Rheuma, Gicht und geschwächten Gelenken sollte zusätzlich zu den Bädern mit Schachtelhalm täglich eine Tasse Tee über den Tag verteilt getrunken werden.

Darüber hinaus stärkt Schachtelhalmtee die Lunge bei Husten und Bronchitis, schützt vor Fettablagerungen in den Arterien und den daraus resultierenden Durchblutungsstörungen und ist ein gutes Hausmittel bei Hämorrhoiden (zusätzliches Sitzbad!) und bei übermäßigen Monatsblutungen.

Sportler schätzen Schachtelhalm auch wegen seines hohen Kieselsäuregehaltes und der daraus resultierenden positiven Wirkung auf Sehnen und Bänder.

Formen der Vorbereitung

Die vielen Anwendungsbereiche und vielseitigen Inhaltsstoffe erfordern eine sachgerechte Zubereitung, damit das Kraut seine volle Wirkung entfalten kann. Befolgen Sie die folgenden Zubereitungsempfehlungen.

Tee

1 - 2 Teelöffel des getrockneten Krauts mit 150 ml kochendem Wasser aufgießen; die Mischung 20 Minuten kochen lassen, um die Kieselsäure aufzulösen; den Tee durch ein Sieb gießen; zwischen den Mahlzeiten zwei- bis viermal täglich eine Tasse des frisch gebrühten Tees trinken.

Hinweis: Wenn Sie eine Spülungstherapie mit Schachtelhalm durchführen, müssen Sie darauf achten, dass Sie viel davon trinken!

Kataplasma

Zur Wundheilung: Aus 10 g getrocknetem Schachtelhalmkraut mit 1 l Wasser einen Sud wie für Tee beschrieben herstellen; dann ein Baumwolltuch darin einweichen und die Kompresse 1 x täglich 20 Minuten lang auf die Wunde legen.

Bei Prellungen oder Ekzemen: Sie benötigen 1 - 2 Teelöffel des Stiels auf 1 Tasse Wasser; dann lassen Sie das Ganze 5 - 10 Minuten kochen; tränken Sie die Kompressen mit der abgeseihten Flüssigkeit.

Bäder und Teilbäder

Vollbad bei Gicht, Rheuma, zur Stärkung des Immunsystems und des Bindegewebes & Sitzbad zur Stärkung der Bänder und Muskeln des Beckens und der Blase: 100 g Schachtelhalm in 1 Liter kaltes Wasser geben; aufkochen und 30 Minuten auf kleinster Flamme köcheln lassen, dann abseihen und ins Badewasser geben.

Conditioner für kräftiges Haar

4 Teelöffel Ackerschachtelhalmkraut mit 2 Tassen kochendem Wasser abbrühen; die Mischung 20 Minuten stehen lassen, bevor sie abgeseiht wird; nach dem Waschen den abgekühlten Sud über das Haar gießen; die Spülung einige Minuten einwirken lassen; dann das Haar nochmals kurz mit klarem Wasser ausspülen.

 

Synonyme:
Mu Zei
Equisetum_arvense (Wikipedia)

Equisetum arvense
Equisetum arvense foliage.jpg
Photosynthetic summer branches
Scientific classification edit
Kingdom:Plantae
Clade:Tracheophytes
Division:Polypodiophyta
Class:Polypodiopsida
Subclass:Equisetidae
Order:Equisetales
Family:Equisetaceae
Genus:Equisetum
Subgenus:E. subg. Equisetum
Species:
E. arvense
Binomial name
Equisetum arvense
Synonyms
  • Allosites arvense Brogn.
  • Equisetum arvense fo. arcticum (Rupr.) M. Broun
  • Equisetum arvense fo. boreale (Bong.) Klinge
  • Equisetum arvense fo. campestre (Schultz) Klinge
  • Equisetum arvense fo. ramulosum (Rupr.) Klinge ex Scoggan
  • Equisetum arvense subsp. boreale (Bong.) Á. Löve
  • Equisetum arvense subsp. ramulosum (Rupr.) W.F. Rapp
  • Equisetum arvense var. arcticum Rupr.
  • Equisetum arvense var. campestre (Schultz) Rupr.
  • Equisetum arvense var. ramulosum Rupr.
  • Equisetum boreale Bong.
  • Equisetum calderi B. Boivin
  • Equisetum campestre Schultz
  • Equisetum saxicola Suksd.

Equisetum arvense, the field horsetail or common horsetail, is an herbaceous perennial plant in the Equisetidae (horsetails) sub-class, native throughout the arctic and temperate regions of the Northern Hemisphere. It has separate sterile non-reproductive and fertile spore-bearing stems growing from a perennial underground rhizomatous stem system. The fertile stems are produced in early spring and are non-photosynthetic, while the green sterile stems start to grow after the fertile stems have wilted and persist through the summer until the first autumn frosts. It is sometimes confused with mare's tail, Hippuris vulgaris.

Rhizomes can pierce through the soil up to 6 feet (1.8 m) in depth. This allows this species to tolerate many conditions and is hard to get rid of even with the help of herbicides.

Horsetail (Wiktionary)

English

Alternative forms

  • horse tail

Etymology

From Middle English horsetaile, horstaile, equivalent to horse +‎ tail.

Pronunciation

  • IPA(key): /ˈhɔː(ɹ)s.teɪl/

Noun

horsetail (plural horsetails)

  1. (literally) The tail of a horse. (Can we add an example for this sense?)
  2. (botany) Any of various simple vascular plants, of the order Equisetales, that have hollow stems and produce spores.
  3. (military) A Turkish standard denoting rank.
  4. (botany
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