Bärlauch

Maiglöckchen, Blumen, Convallaria majalis

Im Frühling gibt es im Wald Orte, die stark nach Knoblauch riechen. Dort wächst der Bärlauch, manchmal in großen Familien, denn wenn er einmal irgendwo heimisch geworden ist, breitet er sich gerne üppig aus.

Ein Kräuterquark mit viel Bärlauch gehört zu den köstlichsten Frühlingserlebnissen und ist zudem sehr gesund. Er fördert nicht nur die Verdauung, sondern beugt auch der Arteriosklerose vor, senkt den Blutdruck und kann so sogar Herzinfarkten und Schlaganfällen vorbeugen. Damit ist Bärlauch die reinste Ration gegen die meisten Krankheiten.

Beschreibung der Anlage

Bärlauch bevorzugt schattige Laubwälder und humusreiche Standorte. Er ist häufig in Auwäldern in der Nähe von Flüssen zu finden. Er ist eine mehrjährige Pflanze, die Jahr für Jahr wieder auftaucht.

Zunächst wachsen die Blätter des Bärlauches im Frühjahr, etwa ab März. Am Anfang sind sie sehr klein. Im Laufe weniger Tage wachsen die Blätter und werden im Durchschnitt 25 cm lang. Es sind die Blätter, die geerntet werden, vorzugsweise vor der Blüte, denn dann sind sie zart und schmackhaft.

Später im Frühling wachsen ein oder mehrere Stängel aus der Blattrosette, die die weiße, luftige Bärlauchblüte trägt. Die Bärlauchblüten sind reichblühende Pseudodolden und die einzelnen Blüten sehen wie kleine Sterne aus.

Merkmale

Wissenschaftlicher Name
Allium ursinum.

Pflanzenfamilie
Alliaceae.

Andere Namen
Bärlauch, Bockshornklee, Breitblättriger Knoblauch, Holzknoblauch, Bärlauch, Bärlauch.

Gebrauchte Anlagenteile
Blatt.

Inhaltsstoffe
Allicin, Vitamin C, ätherisches Öl: Vinylsulfid, Mercaptan, Mineralsalze, Eisen, Schleim, Zucker.

Erntezeit
April und Mai.

Medizinische Eigenschaften

Hauptanwendungen: Arteriosklerose & Frühjahrskur.

Bärlauch hat aufgrund seiner knoblauchähnlichen Substanzen eine ähnliche Wirkung wie Knoblauch. Er reinigt die Blutgefässe und wirkt so gegen Arteriosklerose. Dadurch kann Bärlauch Schlaganfällen und Herzinfarkten vorbeugen. Er hilft gegen die eher alltäglichen Folgen der Arteriosklerose, sei es hoher Blutdruck, kalte Füße oder Hände, schlechte Hautheilung aufgrund schlechter Durchblutung, Neigung zu Kopfschmerzen, Schwindel, einige Gedächtnisstörungen, Schmerzen beim Gehen oder schlechte Leistungen.

Bärlauch hat auch eine stärkende Wirkung auf den Stoffwechsel und die Verdauung. Er kann auch gegen Frühjahrsmüdigkeit eingesetzt werden. Er soll den Bären sogar helfen, nach dem Winterschlaf wieder auf die Beine zu kommen und ihnen neue Kraft geben. Der Bärenknoblauch gibt dem Bären also Kraft.

Heilende Wirkungen

        • Adstringierend
        • Tonisieren
        • Anregend
        • Antibiotikum
        • Blutreinigend
        • Senkung des Cholesterinspiegels
        • Stimuliert die Blutzirkulation
        • Entzündungshemmend
        • Biliäre
        • Diuretikum,
        • Expektorant
        • Süßstoff
        • Stoffwechsel anregend

Anwendungsbereiche

        • Durchblutungsstörungen
        • Arteriosklerose
        • Fieber
        • Gedächtnisverlust
        • Appetitlosigkeit
        • Asthma
        • Blähungen
        • Hoher Blutdruck
        • Herzinfarkt
        • Bronchitis
        • Durchfall
        • Kalte Hände
        • Kalte Füße
        • Kopfschmerzen
        • Mangelnde Leistung
        • Rheuma
        • Schlechte Wundheilung
        • Haut
        • Verdauungsstörungen
        • Würmer

Formen der Vorbereitung

Der Bärlauch kann nicht getrocknet werden, weil dann seine Wirkstoffe verloren gehen. Deshalb ist es am besten, ihn frisch zu verwenden. Sie können möglichst junge Bärlauchblätter verwenden, auch die Knospen schmecken gut. Die Blätter können in vielen Rezepten verwendet werden und die Knospen können wie Kapern eingelegt oder einfach gegessen werden, z.B. in Salaten.

Tee

Als Tee ist der Bärlauch wegen seines zarten Knoblaucharomas nicht so geeignet, aber er eignet sich eher für die Frühlingsküche oder die mittelalterliche Küche.

Lebensmittel

Der Bärlauch in Kräuterquark schmeckt besonders köstlich, da er zusammen mit Kartoffeln serviert oder einfach als Brotaufstrich verwendet werden kann. In schmale Streifen geschnitten schmeckt der Bärlauch auch hervorragend auf Sandwiches oder als Garnierung für Käsebrot, Tomatenbrot usw. Bärlauch ist auch beliebt in Gnocchi, Nudeln, Pasta, Spätzle, Quiche, Risotto.

Tinktur

Es kann auch als Tinktur gegen Arteriosklerose und indirekt gegen Bluthochdruck eingesetzt werden. Um selbst eine Bärlauchtinktur herzustellen, übergießen Sie Bärlauchblätter in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Äthylalkohol, bis alle Teile der Pflanze bedeckt sind, und lassen Sie die Mischung 2 bis 6 Wochen verschlossen. Dann abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Nehmen Sie ein- bis dreimal täglich 10-50 Tropfen dieser Tinktur. Wenn die Tinktur zu konzentriert ist, können Sie sie mit Wasser verdünnen.

Kapseln

Wegen der gesundheitlichen Auswirkungen von Bärlauch gibt es einige gebrauchsfertige Zubereitungen, die Bärlauch enthalten. Bei diesen Zubereitungen wird der Knoblauchgeschmack vermieden, da viele Menschen Knoblauch nicht mögen.

Es gibt z.B. Bärlauchkapseln, von denen einige auch als Frischblattkapseln erhältlich sind, die Frischblattkörnchen enthalten. Die Wirkung der Bärlauchkapseln entspricht in etwa der Wirkung von frischem Bärlauch. Sie helfen gegen Arterienverkalkung und ihre Folgeerkrankungen.

Konservierung

Es ist nicht so einfach, den Bärlauch zu konservieren. Die frischen Blätter halten leider nur ein oder zwei Tage, im Kühlschrank etwas länger. Da die Saison des Bärlauches kurz ist, entsteht schnell der Wunsch, den Knoblauch zu konservieren.

Trocknen

Wenn Sie ihn selbst trocknen, wird er in der Regel strohig und schmeckt nicht sehr nach Bärlauch. Professionell getrocknet, kann der Geschmack bei guten Produkten bis zu einem gewissen Grad erhalten bleiben.

Einfrieren

Sie können den Bärlauch relativ gut einfrieren. Tiefgefroren schmeckt Bärlauch nicht so gut wie frisch, aber er schmeckt viel besser als getrockneter Bärlauch. Um ihn einzufrieren, waschen Sie ihn zunächst, trocknen ihn dann und schneiden ihn in kleine Stücke. Dann füllt man ihn in kleine Portionsbeutel oder in eine Eiswürfelform und legt ihn in den Gefrierschrank. Falls nötig, nehmen Sie eine Portion heraus und lassen Sie sie auftauen.

Pesto

Bärlauchpesto ist eine klassische Konservierungsmethode für Bärlauchpesto. Pürierter Bärlauch wird mit gerösteten Pinienkernen, Parmesankäse und Olivenöl vermischt. Im Kühlschrank ist ein solches Bärlauchpesto mehrere Wochen haltbar.

Lokalisierung

Bärlauch ist in weiten Teilen Europas und an einigen Orten in Nordasien zu finden. In Asien findet man ihn fast ausschließlich im Kaukasus und gelegentlich in Westrussland.

In Europa findet man Bärlauch hauptsächlich nördlich der Alpen, auf dem Balkan und im südlichen Osteuropa, mit Ausnahme des ungarischen Tieflands. In England und Irland ist Bärlauch weit verbreitet, außer in Nordschottland. In Frankreich ist der Bärlauch fast überall verbreitet. In Italien ist Bärlauch jedoch eher selten, und in Spanien ist er sehr selten. In Skandinavien kommt er in Südnorwegen und in einem Streifen in Südschweden vor. In Deutschland ist Bärlauch häufiger im Süden als im Norden anzutreffen. Im Prinzip ist er am häufigsten in den Auwäldern an großen Flüssen zu finden.

Tipps zur Sammlung

Die Erntezeit für Bärlauch liegt je nach Gebiet zwischen Anfang März und Anfang Mai. Da Bärlauch in den letzten Jahren immer beliebter geworden ist, sollte man beim Sammeln vorsichtig sein und berücksichtigen, dass sich die Pflanze nur langsam ausbreitet. Generell sollte man nur in großen Beständen und nur dort ernten, wo es erlaubt ist. Lassen Sie mindestens zwei Drittel der einzelnen Blattrosette stehen, damit die Pflanze genügend Blattmasse für die Zeit bis zum nächsten Jahr hat.

Dank seiner großen Beliebtheit kann Bärlauch während der Saison immer öfter frisch in den Geschäften gekauft werden, was oft auf den gezielten Anbau zurückzuführen ist. Bevor man die knappen Waldbestände plündert und langfristig schädigt, ist es vielleicht besser, frischen Bärlauch zu kaufen.

Die Identifizierung von Bärlauch ist ebenfalls sehr wichtig. Die Blätter riechen deutlich nach Knoblauch. Ist dies nicht der Fall, handelt es sich bei den Blättern nicht um Bärlauch.

Tipps zur Kultivierung

Für den Anbau von Bärlauch im eigenen Garten benötigen Sie eine halbschattige Ecke, vorzugsweise unter Laubbäumen. Bärlauch mag humusreiche, feuchte Erde, die möglichst kalkhaltig sein sollte. Es ist gut, viele verfaulte Blätter zu haben, die von den Laubbäumen gefallen sind. Bärlauch mag keinen reinen Sandboden.

Es ist sehr gut, viel Platz für den Bärlauch zu haben, denn wenn er sich wohl fühlt, beginnt er nach einigen Jahren kräftig zu wachsen. Um zu verhindern, dass sich der Bärlauch im ganzen Garten ausbreitet, ist eine Rhizombarriere im Boden nützlich, es sei denn, man möchte, dass sich der Bärlauch überall ausbreitet.

Sobald sich der Bärlauch im Garten zu Hause fühlt, ist er sehr pflegeleicht und kann Ihnen viele Jahre lang Freude bereiten. Er sollte immer relativ feucht gehalten werden, da er nicht gerne austrocknet.

Von Blumenzwiebeln

Der Anbau von Bärlauch ist aus den Bärlauchzwiebeln relativ einfach. Wie bei anderen Zwiebelpflanzen werden sie einfach in die Erde gesteckt. Die Spitze sollte nach oben zeigen und ein bis zwei Zentimeter lang mit Erde bedeckt sein. Am besten stellt man zwei bis fünf Zwiebeln in Gruppen zusammen. Die einzelnen Gruppen sollten etwa dreißig Zentimeter voneinander entfernt sein.

Von jungen Sämlingen

Am einfachsten lassen sie sich mit Hilfe von Fertigpflanzen anbauen. Die Pflanzen werden im zeitigen Frühjahr, vorzugsweise im März, gepflanzt.

Platzieren Sie die Pflanzen in einem Abstand von etwa dreißig Zentimetern voneinander. Sie sollten so tief gepflanzt werden, dass die Zwiebeln etwa ein bis zwei Zentimeter unter der Bodenoberfläche liegen. Nach dem Einpflanzen werden die Pflanzen kräftig gegossen. Danach ist darauf zu achten, dass die Pflanzen mindestens eine Woche lang nicht austrocknen.

 

Synonyme:
Ramsons
Wild Garlic (Wikipedia)

Plant species in the genus Allium known as wild garlic include the following:

Wild garlic is also a common name for plants in the genus Tulbaghia.

Wild Garlic (Wiktionary)

English

Etymology

Cognate with French ail sauvage, Portuguese alho selvagem.

Noun

wild garlic (countable and uncountable, plural wild garlics)

  1. ramsons (Allium ursinum)
  2. Allium vineale

Hypernyms

  • garlic
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