Silhouette in einer erleuchteten Yoga-Meditationshaltung mit drei hervorgehobenen hinduistischen Chakren.

Alles, was wir sehen oder wahrnehmen, ist der beste Rückstand einer Art von Energie. Diese Energien sind die Derivate einer primitiven Form von Energie, auch Urenergie genannt. Es ist eine gewundene Energie, die auch Kundalini genannt wird und durch eine Mystische Schlange dargestellt wird.

Primordiale Energie

Diese Urenergie wird in der indischen Philosophie, insbesondere im Tantra, "Adi Shakti" oder "Adya Shakti" genannt.

Wenn die "Shakti" in die Manifestation geht, beginnt sie damit, den schöpferischen Prozess zu nutzen, der sich schließlich aus den subtileren Formen zur dichteren Manifestation zu gröberen Formen formt.

Dieser Prozess der Materialisierung wird als Involution der Energie bezeichnet. Die Energie verdichtet sich und zieht sich zu einem begrenzten Umriss zusammen, den wir als die verschiedenen Gegenstände identifizieren, die wir sehen oder fühlen.

So wie sich diese Veränderungen im Makrokosmos vollziehen, geschieht genau das Gleiche im Menschen, wo sich die Urenergie langsam zu dichteren Elementen manifestiert, beginnend mit "Sahasrara", dem Kronenchakra, bis hin zum "Muladhara" oder dem Wurzelchakra.

Im Kronenchakra ist die Shakti in ihrem grenzenlos ausladenden Land präsent. Dieser Ort ist der transzendenteste, jenseits des Verstandes, jenseits von Titeln und ihren entsprechenden Typen.

Man kann diese Erfindung nicht als eine separate Einheit wahrnehmen, sondern als eine ganze, einheitliche, alles durchdringende, erleuchtete Existenz. Das Subjekt und das Objekt bleiben vereinigt und als eine Sache. Wenn die Energie in Richtung Zirbeldrüse "Ajna Chakra" geht, wird die Wahrnehmung der Gegenwart klarer und lebendiger, da das Subjekt-Objekt immer noch in der Einheit bleibt.

Wenn die "Shakti" weiter absteigt, kommt sie an einen Punkt, an dem sie durch ein Prisma dieser Matrix oder "Maya" hindurch muss. Sie bricht sich durch dieses allegorische Prisma und hat sich zerstreut. Es entsteht der Abschluss der Ehe und die Ankunft dieser Dualität. Das Objekt und das Subjekt verselbstständigen sich und wir tappen in die Falle der Maya.

Die unbesiegbare Matrix

Diese Maya ist eine besondere Art von Spiegel mit unendlich vielen Gesichtern. Sie reflektiert die identische Präsenz in mehrere Entitäten.

Es verwebt diese Inszenierung wirklich mit drei Eigenschaften (Tri Gunas) und fünf Elementen (Panch Tatwas).

Alles scheint aufgelöst zu sein.

Wenn die Shakti weiter absteigt, erreicht sie das "Ajna Chakra", das sich nur im Zentrum des Reptiliengehirns (Zirbeldrüse) befindet und die vier Facetten des Chakras berührt.

    • Der Geist (Manas)
    • Der Intellekt (Buddhi)
    • Das Unterbewußtsein (Chitta)
    • Das Ego (Ahamkara)

Die Adi Shakti durchquert dann den Rest der fünf Chakren und ruht schließlich im "Muladhara" aufgerollt. Dies wird der Schlummerzustand der aufgewickelten Energie oder der Mystischen Schlange (Kundalini) genannt. Die Komponente für Muladhara ist Erde und ist die letzte Stufe dieser absteigenden Energie.

Zu diesem Zeitpunkt ist ein Mensch bereits von den Illusionen von Maya gefangen und wird für das Leben bereit. Die äußere Welt (projiziert von Maya) ist bereits mit all den Dingen ausgestattet, die ein Mensch brauchen kann. Dieses illusorische Stadium (Pra-Pancha) wird Samsara genannt.

Die Involution

Die Entfaltung der Kundalini, der Urenergie oder der Mystischen Schlange, hört hier im Muladhara auf, und alle inneren Fortschritte hören auf, aber die äußeren Handlungen beginnen zu entstehen, während die Maya den menschlichen Körper als Kind webt. Dieser "Körper" entwickelt sich weiter zum Erwachsenen und nutzt sich zu einem bestimmten Zeitpunkt ab.

Der menschliche Körper besteht aus vier Arten von Hüllen. Sie sind wie folgt:

    • Der Körper - Rötliche Tönung
    • Der Astralkörper - rauchig-weiße Tönung
    • Der Kausalkörper - Dunkelgrau oder schwärzlich gefärbt
    • Der suprakausale Körper - Hellblau

Der physische Körper ist der grobe Zustand der Kundalini-Energie. Es ist die letzte Phase der Involution oder Kontraktion. Sie funktioniert innerhalb der Gefangenschaft von Kreisen und Maya von der Geburt bis zum Tod und umgekehrt.

Der Astralkörper ist die nächste Phase, die subtil ist und an den emotionalen Instinkten und Vorgängen arbeitet.

Hunger, Durst, psychologische Verfolgungen, Verwirrungen, Fragen usw. werden die Aktionen des Astralkörpers sein.

Der Kausalkörper ist der Aufbewahrungsort für die Prägungen, die ein Mensch auf der physischen und der astralen Ebene vornimmt. Diese Hülle zeichnet diese Abdrücke auf und entwirft eine weitere Geburt, die die Folge der letzten Handlungen ist. In Sanskrit heißt das "Niyati" oder "Bhagya" oder Schicksal.

Das suprakausale ist der Zustand, in dem ein individuelles Wesen die Grenzen von Maya überschritten und den Zustand von "Turiya" oder den ekstatischen Zustand erreicht hat. Hier hört der Verstand auf zu existieren und nur das reine Bewusstsein ist anders. Es befindet sich im Sahasrara-Chakra.

Während des Prozesses der Involution öffnet ein individuelles Wesen seine Augen für die Außenwelt und befreit sich fälschlicherweise als eine durch Zeit, Raum, Wissen, Unvollständigkeit und Durchdringung begrenzte Präsenz.

Dies ist die Armut der Shakti, die der Grund ist, warum die Menschen die weibliche Göttin verehren, die als Verkörperung der Shakti wahrgenommen wird.

Unser Lebensstil zieht sich zusammen und zerfällt in den gefühlten Geburts- und Todeszyklus.

Das Ziel

Das Ziel des menschlichen Lebens ist es, diese falschen Projektionen zu begreifen und zu versuchen, die schlafende Energie aufzuspulen, damit sie wieder zum Sahasrara aufsteigt und wir wieder den vereinigten Zustand erreichen. Nur dann werden wir unsere wahre Individualität und unser Potenzial erkennen.